scan mich doch einfach qr-code
Bei der Recherche zum Thema QR-Code Phishing stießen wir auf eine andere weitere Falle, die so abgebrüht, weil unscheinbar daherkommt, dass es fast dem Fass den Boden ausschlägt.
Elektrofahrzeugbesitzer setzen sich jetzt besser.
Es werden vermehrt Ladesäulen im öffentlichen Raum mit QR-Codes versehen, die kostengünstiges laden und einen schnelleren sicheren Bezahlvorgang bewerben. Und das sieht verdammt gut aus!
Einfach den QR-Code scannen, die Bankdaten eingeben und zum Sonderpreis laden.
Da gerade das Laden an Autobahnen oder im öffentlichen Raum extremen Preisschwankungen unterliegen, ein verlockendes Angebot.
Code gescannt – Ein dickes DANKE über die Daten aus der Schattenwelt sei Ihnen gewiss.
Nur die Ladestation macht aber deshalb trotzdem nicht, was sie soll.
Das heißt, Ihr Konto ist offen, kein Strom fließt ins Auto.
Jetzt stehen Sie da.
Das aber wirklich perfide daran ist, dass Sie beim zweiten Scannen des Codes, tatsächlich auf die Website des Stromanbieters gelangen, und den ersten Fehlversuch so ganz nebenbei vergessen.
Ihr Auto wird geladen und alles scheint in Ordnung. Bis später die Abrechnung über völlig horrende Geldbeträge auf Ihrer Kreditkarte abgebucht werden.
Gab es früher noch ehrliche, bemannte Banküberfälle mit Pistole, hatte man vielleicht noch das „Glück“ an einen Gentleman zu geraten, der sich trotz der gefährlichen und unschönen Situation zumindest höflich verhielt und der nur die Bank ausnehmen wollte.
Heute haben wir es mit moralisch völlig wertfreien Individuen zu tun, denen es völlig gleich ist, ob sie eine alleinerziehende Mutter mit Kindern sind, die gerade so über die Runden kommt, ob Oma Martha das letzte bisschen Rente vom Konto gezogen wird oder ihre Frau mitten in der Nacht an einer Autobahn-Ladesäule steht und nicht nach Hause kommt, weil sie um 22.37 Uhr bei Regen einen räuberischen QR-Code gescannt hat , ihr Auto nicht geladen wird weil sie keine Ahnung davon hatte, das sowas überhaupt existiert.
Sie sehen diese kleinen netten quadratischen Dinger können böse sein.
Ursprünglich kommen diese QR-Codes aus der Industrielogistik – genauer gesagt den Autoherstellern aus Japan – und dienten dazu den Nachschub an den Werksbändern zu identifizieren. Später wurden sie der Internet-Hit, da man so Kunden direkt zu seinen Webseiten mit Angeboten locken kann.
Sieht nett aus, jeder kennt es, niemand macht sich Gedanken.
Klick… Scan… hereingelegt.
Unser Tipp für Sie:
Bewahren sie immer Ruhe.
- Nutzen sie die Kontaktdaten der offiziellen Ladesäulenbetreiber
- Nutzen Sie nichts außerhalb Ihrer bekannten Betreiber-App
- Fragen Sie lieber nochmals bei dem Tankstellenbetreiber nach
Atmen sie, oder essen sie erst zu Abend, spielen sie mit den Kindern, bevor sie in überhastete Geschäftigkeit geraten.
Bewahren Sie sich ihre Gelassenheit.
E-Fahrzeugfahrer haben in aller Regel eine Karte, mit der sie an zahlreichen Tankstellen ihr E-Fahrzeug laden können.
Vertrauen sie lieber dieser Karte bevor – anstatt ein paar Cent gespart – das gesamte gesparte weg ist.
Wir erinnern uns
Hören sie auf ihr Bauchgefühl und fragen bei Zweifeln nach.
Niemand wird sie auslachen, wenn sie einmal zu vorsichtig sind.
Wer aber den Schaden hat, dem ist Hohn und Spott meist sicher.
Deshalb lieber die alte Mutter der Porzellankiste
Sprich Vorsicht walten lassen.
In diesem Sinne, bleiben Sie wachsam und skeptisch, aber ohne Hektik und Panik.